In der brandenburgischen Niederlausitz nahe Drebkau, rund 15 Kilometer südwestlich von Cottbus, steht die Dorfkirche von Steinitz, sorbisch Šćeńc. Die in der Substanz großteils spätgotische Feld- und Backstein-Saalkirche wurde mit der geplanten Norderweiterung des Braunkohle­tagebaus Welzow-Süd 1984 geräumt und fast in Vergessenheit gebracht. Erst nach 2000 wurde das Bauwerk als bauhistorisches Objekt und als wichtiger Ort der Tagebaugeschichte und Tagebau-Nachfolgelandschaft erkannt. Die Fachgebiete Baugeschichte und Denkmalpflege der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus beteiligten sich an der (Wieder-)Entdeckung der Kirche mit der Erstellung einer umfassenden Baudokumentation, Rekonstruktionsvorschlägen für die unterschiedlichen Bauphasen und der Erkundung der Geschichte des Bauwerks und seiner Ausstattung.