Michael Lausbergs informative �berblicksdarstellung widmet sich einer der schlimmsten Begleiterscheinungen der �Wiedervereinigung�: dem nicht ganz neuen aggressiven Rassismus, wie er sich nach 1990 nicht nur in der Bundesrepublik, sondern vor allem in den neuen Bundesl�ndern herauskristalliserte. �bergriffe auf Migranten, Linke, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Obdachlose, behinderte Menschen, gegen alle, die anders aussahen, dachten oder lebten, geh�rten zum Alltag in Ostdeutschland. Mit dem SED-Regime verschwand das Phantom des proletarischen Internationalismus, das mehr als 40 Jahre den Nationalismus und den Rassismus vieler DDR-B�rger nur notwendig �bert�ncht hatte. Sp�testens nach der �Wiedervereinigung� entwickelte sich in allen gr��eren und mittleren St�dten eine neonazistische Szene, die ausgezeichnet miteinander vernetzt war. Der rassistische Terror forderte schon bald sein erstes Todesopfer: der Mosambikaner Amadeu Antonio wurde am 24.11.1990 im brandenburgischen Eberswalde von Neonazis ermordet.